ehemaliges Lager 21, 1999
(Quelle: AK-StG.)
und Luftbild Lager 21, 10.4.1945,
US-Air-Force (Quelle: Nieders. Kampfmittelbeseitigungsdienst)

 

Arbeitserziehungslager Hallendorf - Lager 21

1940 stellten die Reichswerke der Gestapo Braunschweig das Lager 21 kostenlos zur Verfügung. Die Gestapo richtete hier zur Abschreckung und Unterdrückung der Bevölkerung ein "Arbeitserziehungslager" ein, in das Männer und ab 1942 auch Frauen ohne Gerichtsverfahren offiziell für drei bis acht Wochen, oft aber für wesentlich länger, eingewiesen wurden. Das Spektrum der Haftgründe reichte vom unentschuldigten Fehlen bei der Arbeit, dem Hören feindlicher Rundfunksender, dem Verbreiten von Witzen über das Dritte Reich bis zur Kontaktaufnahme zu Ausländern. Die Gestapo nutzte Lager 21 auch als Folter- und Hinrichtungsstätte und als Sammellager für Transporte ins KZ. Fast 1000 Ermordete sind namentlich bekannt.


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