Konzeption

Die Gedenkstättenkonzeption beruht auf zwei wesentlichen Vorgaben: Zum einen sollte die Ausstellung nicht sofort sichtbar sein, um den Raum als historischen Raum wirken zu lassen. Zum anderen sollte der Raum als Veranstaltungsort nutzbar sein. So wirkt der Raum kahl und nackt wie ein verlassener Arbeitsort. Sechs begehbare Kuben aus rohem Stahl grenzen einen Bereich ab. Sie symbolisieren die Konturen der ehemaligen Bettentürme. Jeder dieser Kuben entspricht der Grundfläche von vier aneinandergestellten und 3-4 in der Höhe übereinandergestapelten Häftlingsbetten. Die engen Gänge zwischen den Kuben und die stählernen Wände lassen Assoziationen zu der hoffnungslos überfüllten Unterkunft zu.

Die Dauerausstellung zum KZ Drütte befindet sich in den sechs Stahlkuben. In jedem Kubus ist ein abgeschlossener Themenbereich aufgearbeitet: Vorgeschichte, Lebensbedingungen, Arbeit, Appell, Revier/Evakuierung und Nachgeschichte.

Sachtexte, Fotos, und Dokumente führen in das Thema ein. Weiteren Zugang ermöglichen die Aussagen ehemaliger Häftlinge. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellungskonzeption, da sie den Häftlingen Namen und Gestalt wiedergeben und so aus einer anonymen Masse wieder Menschen werden lassen.